#8, Chicory - Die Samariterblüte


Chicory – Treue

„Hab ich nur deine Liebe, die Treue brauch ich nicht! Die Liebe ist die Knospe, aus der die Treue bricht.

(Giovanni Boccacchio, 1313 – 1375

 

<h3> CHICORY - Bachblüten für die Engel auf Erden</h3>

 

<h4> CHICORY-Problematik</h4>

Besitzergreifendes Helfersyndrom

 

 

 

<h5>Wo die CHICORY-Reise hingeht</h5>:

Gesunde Selbstliebe

Lieben ohne Bedingungen

Loslassen, Freiraume zugestehen

Vertrauen in das Leben

 

 

Symptome im blockierten Zustand:

„Hilfssyndrom“

Besitzansprüche an andere

Selbstmitleid und Eifersucht

               

              Körpersprache/Gestik:

 Erschöpfung                    

Oft starke Persönlichkeiten·                    

Typ: Perfekte Hausfrau und Mutter

 

Managertypen: ohne diesen Menschentypen geht gar nichts (meinen zumindest sie)

Manipulierbare Typen (weil es aktuell einfach sein muss)

 

Chicory in der Volksheilkunde:

Die Wegwarte hat eine traurige Geschichte. Es ist eine Geschichte, voller Träume, Hoffnungen und Sehnsüchte, aber auch eine Geschichte voller Treue und Zusammenhalt.

Vor langer, langer Zeit, als die Ritter noch auszogen um wilde Drachen zu bekämpfen und fremde Länder zu erkunden lebte eine junge, schöne Prinzessin, wohlbehütet in ihres Vaters Schloss. Ihr Herz war voller Liebe  zu einem jungen, unternehmenslustigen Ritter. Eines Tages kam der Moment, den sie so gefürchtet hatte: sie musste von ihm Abschied nehmen, da er ins Morgenland aufbrach um dort seine Mission zu erfüllen. Schweren Herzens ließ sie ihn ziehen. Frohgemut ritt der Ritter einem neuen Abenteuer entgegen, zurück blieb eine junge Prinzessin mit ihren Zofen, deren Herz schwer war.

Tag für Tag ging sie an den Weg, den ihr Liebster einst genommen hatte.

Tag für Tag stand sie dort und wartete auf ihn.

Und Tag für Tag wurde sie enttäuscht.

Viele kamen und gingen – ihr Schatz war nicht mehr dabei. Und doch harrten sie am Wegesrand – die Prinzessin mit ihren Zofen, bis der liebe Gott eines schönen Tages beschloss, diesem Elend ein Ende zu bereiten und die Prinzessin an eine weiße und die Zofen in strahlend blaue Wegwartenblumen zu verwandeln.  Und so schauen sie noch heute an jedem Sommertag gen Osten, immer in der Hoffnung, dass der Eine zurückkäme.

Der Wegwarte schrieb man in vielen Kulturen magische Kräfte zu. Auch wenn der kleinen Prinzessin das Liebesglück versagt geblieben ist, so wurde die Wegwarte oft für Liebeszauber benutzt. Vielleicht haben Sie schon von dem Kräutlein „Nimmerweh“ gehört? In Zeiten, als Feen noch nicht belächelt wurden, sollen sie Frauen, denen eine schwere Geburt bevorstand diese Heilpflanze gegeben haben, damit sie nicht bei der Geburt verbluten.

Naturheilkundlich wird die Wegwarte entsprechend der Legende auch bei Melancholie, Kummer und Sorgen eingesetzt. Aber auch, wenn diese drohen, den Körper zu vergiften. Denn dann ist der Moment gekommen, indem die Leber , der Magen und der Darm ihre Tätigkeit verstärken müssen. Den Medizinern unter uns sagen Ausdrücke wie Pfortaderstau, Hepatitis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa etwas, den Nichtmedizinern möchte ich es als Stauungen und Krankheiten  im Verdauungstrakt und dessen Blutkreislauf sowie massiven Darmproblemen pauschal übersetzen.  Auch die Blase wird – moderat – angeregt und kontrolliert. Medizinisch setzt man hauptsächlich die Wurzeln ein, die vorzugsweise im Frühjahr oder Herbst gesammelt werden, wenn sie noch oder wieder all ihre Kraft in sich bergen. Aus den Blüten jedoch kann man mit Zucker ein vortreffliches Herzmittel (denken sie dabei aber bitte in erster Linie an Weißdorn und seine geradezu verschwenderische Heilkraft des Herzens) zubereiten, indem man 1 Teil Blüten (Prinzessin oder Zofe, das sei Ihnen überlassen) zerkleinert und mit 3 Teilen Zucker mischt. Dieses Gemisch stellt man dann eine Weile in einem Glasgefäß in die Sonne (3 Wochen etwa), so entsteht eine Latwege, der man Heilkräfte bei zahlreichen Herz- und Leberproblemen, bei Fieber und beginnender Wassersucht (ist des öfteren auf eine Herzschwäche zurückzuführen, Sie sehen, es schließt sich hier wiederum ein Kreis) nachsagt.

Doch auch in der Küche fand die Wegwarte Einlass: Seien es kandierte Wurzeln als gesunde Nascherei oder zum Nachtisch, sei es die gebrühte Wurzel als Brotbelag oder als Gemüse mit einer delikaten Sauce – die Wegwarte schmeckt nicht nur Diabetikern (denen sie übrigens auch besonders helfen soll).

 

Chicory als Bachblüte:

„Bitte, lassen Sie mich für Sie die Handtasche tragen, solange wir plaudern. Sie könnte für Sie zu schwer sein. Moment, ich halte Ihnen die Türe auf, passen Sie auf, da ist eine Stufe, ach, die haben Sie schon gesehen. Dann ist es ja gut.“ 

Lieben Sie auch einen Nachmittagsbummel durch die Stadt und einen Besuch im Café? Ich liebe es zuweilen. Es kommt aber ganz auf die Gesellschaft an.

„Bitte passen Sie auf, der Tee ist heiß, nicht dass Sie sich verbrennen. Oops, ein Fleck. Bitte, behalten Sie Platz, ich hole schon eine Serviette.  Nein, mit Wasser dürfen Sie hier bei diesem empfindlichen Stoff gar nicht erst anfangen! Sie ruinieren ihn nur... Ich würde stattdessen … nehmen. Da geht der Fleck GARANTIERT raus. Ihre Bluse ist ja chic, aber viel zu leicht. Hier, nehmen Sie meine Jacke, nicht dass Sie sich verkühlen...“

Aber spätestens jetzt würde ich fluchtartig das Café verlassen, wenn meine Begleitung dermaßen auf mich einpulvern würde. Eine Jacke, die mir angeboten wird, um eine Erkältung vorzubeugen, ist immer das K.O. - Kriterium für eine gemeinsame Zeit mit mir, sozusagen das Aufbruchssignal – zumindest, wenn ich nicht darum bitte (das kann ich nämlich!)

Natürlich ist man  froh, wenn man den einen oder anderen Rat bekommt, so lange er erbeten und fachlich qualifiziert ist. Doch diese Menschen, die einen ständig bemuttern und bevormunden wollen, rauben mir persönlich den letzten Nerv. Am Anfang mag es ja noch angehen, aber dann platzt mir die Hutschnur. Zumindest irgendwann.

Wir sind alle eine Art Solidargemeinschaft. Was der eine nicht weiß und kann, das kann vielleicht der Nachbar. Zusammen leben wir in einer Symbiose. Was aber auch aussagt, dass jeder eigene Qualitäten hat. Mit dieser Bevormunderei unterstellen wir dem anderen, dass er nämlich nicht in der Lage ist, selbst die Handtasche zu tragen, die Stufe zu sehen, sich selbst den Mund zu verbrennen.

Eigentlich ganz schön anmaßend, finden Sie nicht auch? Wir alle sind schon das eine oder andere Mal auf die Nase gefallen, weil wir nicht auf andere gehört haben. Diese Erfahrungen bleiben in unserem Gedächtnis verhaftet – ganz anders, wenn wir vorgekaute Erfahrungen und Ratschläge annehmen. Aus diesem Grund sind kindliche aufgeschürfte Knie genau so wichtig wie Landschulheimaufenthalte, der verletzte Finger beim Zwiebelschneiden/Schnitzen oder die Studentenzeit.

Geben Sie Ihren Mitmenschen den Platz, sich selbst zu entfalten und erschlagen Sie sie nicht mit Ihrer Liebe und Fürsorge. Beides sind die wichtigsten Zutaten, die wir unseren Mitmenschen in den großen Lebenskuchen geben können.

Mein Lebenskuchenrezept:

LIEBE

FÜRSORGE

OPTIMISMUS

SELBSTVERTRAUEN

HILFSBEREITSCHAFT

EHRLICHKEIT

HUMOR

WURZELN IN DER KINDHEIT/JUGEND – UND DANN FLÜGEL

AUF DIE RICHTIGE MISCHUNG KOMMT ES AN!!!

 

„Ich rackere mich ab und – was bekomm ich dafür? Noch nicht einmal Dank!“ – So beklagen sich viele Mütter über ihre Kinder. Tag für Tag sorgen sie für Essen, saubere Kleidung… -

„Kinder sind Egoisten“, behaupte vor kurzem ein Bekannter meiner Eltern. Sie nehmen sich was sie brauchen und fragen nicht nach dem Woher und wofür.

Im gewissen Sinne hat er Recht. Aber: Unsere Kinder sind hier bei uns, weil wir ihnen die Türen geöffnet haben. Somit haben wir die Verantwortung für ihr leibliches und seelisches Wohl übernommen. Wahre Liebe ist nicht an Bedingungen geknüpft. Es sollte also selbstverständlich sein, dass wir unseren Kindern das geben, was sie brauchen. Natürlich hat das Grenzen. Fürsorge geben heißt nicht Versklavung. Kinder brauchen unsere Liebe, Fürsorge aber natürlich auch Grenzen, sprich Regeln.

Haben Sie Ihren Eltern gedankt, als Sie Kind waren? – Wohl kaum. Es ist ein Generationenkreis. Unsere Eltern haben uns gut versorgt, so wie auch sie – hoffentlich – gut versorgt wurden. Und so wie wir in den Genuss elterlicher Liebe gekommen sind, so können wir unseren Beitrag zur Erhaltung der Generationen tun: unsere Kinder lieben und versorgen – aber nicht erschlagen!

Drei Rezepte zum Glück von Ken Keyes jr.

1.       Frage nach dem, was du haben willst, aber verlange es nicht.

2.       Akzeptiere, was auch immer geschieht, für jetzt.

3.       Vergrößere deine Liebe, auch wenn du nicht das bekommst, was du haben willst.

Lassen Sie unseren Kindern das geben, was sie wirklich brauchen. Das sind keine Computerspiele, das sind keine atmungsaktiven Socken, das ist viel, viel mehr.

Was Kinder wirklich brauchen sind Augen um das Leben und den Weg der Liebe zu sehen.

Was es wirklich braucht sind wir, als Vorbilder und als Stützen, es braucht:

Duldsamkeit – denn nur dann wird es auch mit anderen duldsam sein

Selbstsicherheit – denn dann wird nie den Glauben verlieren

Verständnis – denn dann wird es auch sich selbst gegenüber ehrlich sein

Gerechtigkeit – denn dann wird es auch anderen gegenüber gerecht sein

Geborgenheit – denn dann lernt es zu vertrauen

Anerkennung – und es lernt sich selbst besser einschätzen

Achtung und Freundschaft – und Ihr Kind lernt die Liebe zu finden

 

Geben sie nie ihr Kind der Lächerlichkeit preis, denn sonst wird es unsicher, nehmen Sie lieber selbst Schande auf sich, bevor Sie ihr Kind der Schande preisgeben, halten Sie Hass und Feindseligkeit von ihm fern: Ein Kind ist ein ungeschliffener Diamant. Eine gewisse Form müssen wir ihm geben, aber verbiegen, können und dürfen wir es nicht.

Affirmation Chicory:

Ich helfe, wenn ich Not sehe. Aber ich bevormunde nicht und gebe anderen die Chance zur persönlichen Reife.

 

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